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           “Is voll krass, ey” -


                                                   Neue Trends in der Jugendsprache
                                                                     Stand 4.12.2011

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"Ich hör' es gerne, wenn die Jugend plappert:
 Das Neue klingt. Das Alte klappert."
                                         
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Mahnert-Lektorat
                                                                             

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weiter lesen: http://web.de/magazine/lifestyle/leben/14290012-swag-ist-jugendwort-des-jahres.html#.A1000145

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* Die besten Experten, nämlich Jugendliche selbst (in diesem Fall Achtklässler aus der Gesamtschule Duisburg-Süd) haben ein Lexikon der Jugendsprache erstellt.
   
>>>mehr   Das 1997 erstellte Lexikon ist aufgrund der rasanten Entwicklung von Jugendprache natürlich in manchen Teilen nicht mehr aktuell, dafür aber historisch interessant

* Ein "Wörterbuch der Jugendsprache" ist 2009 bei Langenscheidt erschienen und bisher jährlich auf den angeblich neuesten Stand gebracht worden.

* Eine viel beachtete Untersuchung hat die Potsdamer Linguistin Heike Wiese vorgelegt: "Ich mach dich Messer" - Grammatische Produktivität in Kiez-Sprache
   ("Kanak Sprak"),
in: Linguistische Berichte 207/2006. Hamburg: Buske
   Eine kritische Stellungnahme dazu findet sich in den "Sprachnachrichten " des VdS : Helmut Glück, Sachtemang mit dit Kiezdeutsche. Sprachnachrichten Nr. 54
   (II/2012), S. 6f.

* Nicht mehr so ganz aktuell, aber immer noch voll krass: Harald Schmidt 2008 über Jugendsprache

* Und schon älter, aber in der Tendenz eindeutig: "Jugendsprache" als gesamtdeutsches Phänomen gibt es offenbar gar nicht - das legt jedenfalls eine
   Umfrage am Kopernikus-Gymnasium in Niederkassel (Bonn) nahe - wissenschaftlich aber auf Grund einer viel zu dürftigen Basis nicht relevant 

* "Schäm..." - oder: Die Mickymausierung der Sprache in Internet-Foren >>>mehr

  Aktueller:   Affenwurst, Büffelhüfte, smirten – drücken sich Jugendliche wirklich so aus? Ist  man als Heranwachsender  
     umso cooler, je mehr man in dieser Weise spricht? Stimmt es, dass Jugendliche sich verstärkt des Fäkal- und Vulgärjargons
     bedienen? Wie die „Jugend von heute“ ihre eigene Sprechweise und sich selbst sieht, welche Einflüsse es auf ihre 
     „Sprache“ gibt und was die Medien damit zu tun haben, ist in einem neuen Buch, das seit Anfang des Jahres auf dem Markt
     ist, erklärt. Die Ergebnisse stützen sich auf eine umfassende Fragebogenuntersuchung unter Schülern eines Gymnasiums und
     einer Hauptschule. Als Vergleichsinstanz wurden auch ein paar Erwachsene (Lehrer!) einbezogen, die angeben sollten,
     welche Einstellungen sie gegenüber Jugendsprache haben...

     Stephanie Pauli,  "Ey Alter, du bist voll der Wort-Checker!" (ISBN: 978-3-86850-991-5), in jeder Buchhandlung und bei
     www.tredition.de erhältlich. ...


    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

* Die Sprache der Jugend
   (veröffentlicht auf: WEB.DE 2010)

Die Behauptung, das in dem folgenden Artikel Zitierte sei ,,die Sprache der Jugend" ist höchst fragwürdig, denn ,,die" Sprache der Jugend gibt es nicht und gab es nie. Sehr viele Jugendliche haben die meisten der genannten Ausdrücke vermutlich ebenso wenig gehört wie die meisten Erwachsenen. Zum Teil sieht es so aus, als hätten sich ein paar kreative Werbetexter die Ausdrücke ausgedacht; zudem muss man berücksichtigen, dass bestimmte Wendungen nur in Kleinstgruppen gebräuchlich sind, also selbst an anderen Stellen des gleichen Stadtviertels schon nicht mehr verstanden oder gebraucht werden. In meiner Jugendzeit sagte man in meinem Freundeskreis eine Zeit lang statt ,,Mädchen" ,,Törtchen" - habe ich woanders nirgends gehört. In einer anderen Gruppe war es eine Zeit lang Mode, als Ausdruck des Erstaunens ,,kaum!" auszurufen. (Entstanden aus einem ironisch gemeinten ,,das war kaum geil...").

Fazit: Über Jugendsprachen können Wissenschaftaler ja ruhig schreiben, aber die Darstellung, wie Jugendsprache sich anhört, sollten sie doch den Jugendlichen selber überlassen.

(mwil) - Wer Wörter wie "smacksen" oder Ausdrücke wie "Socken scharf machen" nicht versteht, hat seine Teenie-Zeit wahrscheinlich längst hinter sich. Dabei handelt es sich nämlich um Jugendsprache und die kann für ältere Semester ziemlich verwirrend sein.

Jugendliche kleiden sich anders, sie verhalten sich anders und sie reden auch anders als Erwachsene. Die Art wie Jugendliche miteinander kommunizieren, bleibt dabei nicht gleich, sondern verändert sich von Generation zu Generation sehr stark. Es entstehen komplett neue Wörter, bestehende Wörter werden leicht abgeändert oder der Sinn eines Wortes ändert sich.

Insbesondere der letzte Punkt kann zu Verständigungsproblemen zwischen der jungen und der älteren Generation führen. Wenn Jugendliche beispielsweise vom Knast sprechen, meinen sie die Schule. Das Wort Kartoffel steht in neuer Jugendsprache nicht nur für den essbaren Erdapfel, sondern auch für Spießer, bei türkischen Jugendlichen gelegentlich auch für die Deutschen ganz allgemein.

Spätestens, wenn Kinder ihren Eltern sagen, dass sie zum Metzger gehen, aber nicht mit einer Einkaufstüte, sondern einem neuen Haarschnitt nach Hause kommen, könnte das zu größeren Irritationen führen. Metzger kann bei Jugendlichen nämlich auch Frisör bedeuten.

Eigene Sprache unter Jugendlichen ist keine neues Phänomen. Auch die heutige Eltern- oder Großelterngeneration verwendete spezielle Ausdrücke. Diese haben sich allerdings verändert. Während man frührer noch einer Frau den Hof machte, wenn man mit ihr flirtete, so ist die heutige Bezeichnung dafür "abchecken".

Wer bei Gesprächen mit Jugendlichen oft nur Bahnhof versteht, kann mit speziellen Wörterbüchern vielleicht den nötigen Durchblick bekommen, beispielsweise mit dem "Wörterbuch der Jugendsprache 2010" (erschienen bei Pons). Ob Sie schon jetzt ein Experte in Sachen Jugendsprache im Jahr 2010 sind, können Sie in dem nebenstehenden Quiz testen.  Zum Quiz

Jugendsprachen sind sehr vergänglich - deshalb sollte der TEST möglichst bald gemacht werden - sonst stimmen die Antworten nicht mehr...

* Was Jugendliche selbst dazu meinen (könnten), zeigen Einträge in meinem Gästebuch - leider anonym:

Der Teil zur Jugendsprache ist ja wohl völliger Schwachsinn...
Wir saßen hier gerade in einer Runde und wieder haben wir uns gefragt, woher die die Autoren der Artikel und Beiträge jedes Mediums, egal ob Fernseh, Internet, Radio oder Printmedium, diese Ausdrücke haben...
Den kleinste Teil dieser Wörter wird überhaupt verstanden und benutzt in noch geringerer Weise...
Wir würden also mal vorschlagen, die Jugendlichen selber zu befragen und zwar alle, nicht nur die crazzen GaNgtzAAs und PusSys oder die, die sich um Erhaltung und Richtigkeit der deutschen Sprache besonders bemühen, sondern einfach die ganz normalen Jungendlichen, die den größten Anteil der genannten Gruppe ausmachen und somit auch hauptsächlich die Jugendsprache bestimmen!

Also hauste, woll!

2.1.2011

Die Ausdrücke, die dort aufgeführt werden, sind von uns und den Menschen in unserem Umfeld noch nie im Entferntesten angewendet worden! Wir halten Ihre Ausführung für sehr voreingenommen und finden, dass hiermit allen Jugendlichen, für die die Werte der deutschen Sprache noch von Bedeutung sind, Unrecht getan wird. Nur die Minderheit der jüngeren Generation ist mit dieser Sprache vertraut und noch weniger Jugendliche benutzen derartige Ausdrücke im Alltag.


Die Meinung, dass man über die Kenntnis der Sprache Jugendlicher zu diesen einen Zugang bekomme, ist ein Trugschluss. Versuchen ältere Menschen, Jugendsprache und andere Varianten der Hochsprache zu benutzen (etwa Politiker, die sich so
der Zielgruppe anzunähern versuchen), so wirkt dies auf Jugendliche zumeist einfach nur lächerlich, insbesondere, als die
Jugendsprache teilweise äußerst kurzlebig ist die verwendeten Ausdrücke "mit dem nonverbalen Verhalten des Sprechers
überhaupt nicht übereinstimmen
." ("mandy.flo", Jugendsprache und ihre Entwicklung, http://www.pausenhof.de/referat/deutsch/jugendsprache-und-ihre-entwicklung/13737)

Manche Ausdrücke verschwinden schon nach wenigen Monaten wieder aus dem Sprachgebrauch.

Ein Parade-Beispiel dafür kommt im Film "Sex Up" vor, in dem eine ältere Dame versucht, einem Jugendlichen an der
Haustür eine Bibel mit den Worten: "Immer mehr junge Menschen finden Jesus richtig geil" zu verkaufen, worauf der
Hauptdarsteller genervt die Tür zuknallt. Und die österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat kündigte
im Jahr 2004 an, dass der neue Gesundheitspass mega-affen-titten-geil sein werde, um die Akzeptanz unter Jugend-
lichen zu erhöhen."  ("mandy.flo", a.a.O.)

In diesem Zusammenhang ist es reizvoll, zum Vergleich einen älteren Text über Jugendsprache heranzuziehen, z.B.
  • Hermann Ehmann: Voll konkret - Das neueste Lexikon der Jugendsprache, C. H. Beck Verlag, München 2001, ISBN 3406459463
  • Claus Peter Müller-Thurau: Lass uns mal ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche der Jugendszene.; Econ Verlag, München; 1983; ISBN 3430169224
Jugendsprache wird von den Medien bewusst eingesetzt. Die Ressourcen, aus denen Jugendliche schöpfen, entstammen in zunehmendem Maße den Medien, welche die kommerzialisierten jugendlichen Gruppenstile bedienen. Jugendliches Spiel mit Sprache hat daher heute weniger die Funktion, Protest auszudrücken. Es ist vielmehr Teil einer durch die Medien geprägten Spaßkultur.

vgl. dazu:

**************************************************************************************************************

Jugendsprache ist immer ein beliebtes Thema. Und sei es nur, damit man weiß, wie man nicht sprechen sollte! Das gilt besonders für  das “Kanakisch”.

Kanakisch - "die Sprache der Zukunft" ?


Warnung
: Der folgende Artikel ist
a) zum großen Teil schon überholt, wie das meiste, was über Jugendsprache geschrieben wird, und

b) nicht immer ernst zu nehmen
c) aber gerade deshalb immer noch amüsant zu lesen

Die Tendenz stimmt, aber die Darstellung ist satirisch und deshalb zu krass -
und hier ist krass im ursprünglichen Sinn gemeint, also nicht als "voll krass..."


Quelle: Der Weg online

                              s.a. "Voll krass, Alder!" - Von Türkendeutsch über Kanak Sprak zu Kanakisch kanak.html
                                   
"Ich bin stolz, ein Türke zu sein". Bedeutung ethnischer Orientierungen für das
                                    positive Selbstwertgefühl türkischer Jugendlicher in Deutschland - Ein Essay
                                                                              
http://gggrockz.oyla9.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

"Kanakisch" hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. Diese Sprache ist eine Art Dialekt, der sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet hat. Er wird in Deutschland gesprochen - und zwar unabhängig von Regionen oder Staatsangehörigkeiten.
Kanakisch ist eine noch sehr junge Sprache, was erklärt, dass die Altersobergrenze der Personen, die dieser Sprache mächtig sind, bei Mitte zwanzig liegt.
"Wo du wolle?" (= prä-kanakisch) lautet im heutigen Kanakisch: "Alder, wo soll isch fahrn dem Benz, Alder?"


Das Wort Kanake kommt aus Hawaii und bedeutet dort “Mensch”. In Deutschland wurde es zum Schimpfwort für Einwanderer. Heute nennen sich die Deutschtürken der zweiten und dritten Generation stolz selber so.

Kanakisch ist zur neuen Jugendsprache Deutschlands geworden. Sei es auf Schulhöfen, im Fernsehen, im Kabarett, im Kino oder in der Literatur. Die deutsch-türkischen Redewendungen verbreiten sich schnell.
Was guckstu. Bin isch Kino, oder was?! ” kriegen schockierte Eltern plötzlich von ihren Kindern zu hören.

Der kanakische Wortschatz umfasst etwa 300 Wörter. Rund ein Drittel davon entfällt auf Kraftausdrücke aus dem Fäkal - und Sexualbereich, ein weiteres Drittel auf Automarken, deren Modelle und Varianten. Das verbleibende Drittel besteht aus Verbindungsworten, Handytypenbezeichnungen und den restlichen Worten, die unbedingt zum Sprachverständnis notwendig sind. Darunter fallen selbstverständlich auch die typischen Phrasen, die an fast jedes Satzende gehängt werden, wie z.B. weisstu , Alder , isch schwör , weisstu wie isch mein .

Es ist schon unglaublich, was sich mit so wenigen Worten alles ausdrücken lässt, zumal der kanakisch Sprechende im Alltag oft nur einen Wortschatz von ca. 30 Wörtern verwendet. Im Kanakischen benutzt man besonders gern den Dativ. Beispiel: “Alder, dem ist dem Problem, weisstu?” Fragewörter enden auf "tu" oder “su”: “Raussu?” (Rauchst du?), “Hastu Problem, oder was?”. Außerdem ist jedes Substantiv männlich: “Siehssu dem Tuss?” (“Siehst du die junge Frau dort?”). Ein gutes Beispiel: “Dem Ampeln is grun, abern wenn rot is, fahr isch trotzdem druber, isch schwör, Alder!”

Dieser Satz beschreibt zugleich sehr schön eines der Themen, mit denen sich Kanakisch Sprechende gerne beschäftigen: Autos (Karren), Frauen (Tussen) und Kickboxen.

Aber wird der Kanakisch Boom überhaupt anhalten? Dazu der türkischstämmige Autor Feridun Zaimoglou: “Das präpubertäre Kanakisch wird auslaufen wie vieles andere auch, aber der Kanaken Jargon wird sich als eigenständige deutsche Sprache weiterentwickeln.

Er wird mittlerweile von deutschen Jugendlichen genauso gesprochen wie von türkischen oder russischen. Sie versuchen, sich auch sprachlich von ihren Eltern abzugrenzen. Das Phänomen “Jugendsprache” ist im Grunde alt. Jede Generation hatte ihre “Sprache”. Und heute wie damals reagieren die Älteren oft mit Kopfschütteln.

Zusätzlich zum Kanakisch speist sich die Jugendsprache aus den oft englischen Texten des Pop und Hip-Hop (z.B. mit hip, hype oder rave). Bedingt durch die internationale Internet Nutzung sind auch Mischwörter wie chatten, chillen, chillig oder stylisch absolut normal.

Gleichzeitig stehen immer mehr Jugendliche zu ihrer Muttersprache. So verpönt, wie es vor einigen Jahren war, in Deutsch zu singen, so begeistert singen die Fans heute bei Konzerten deutscher Hip-Hop Bands mit.

Wie sprechen also die Jugendlichen in Deutschland im Jahr 2003? Meistens ganz normal! Aber es gibt Ausdrücke, denen man
vielleicht mal begegnet oder die einfach interessant sind. Deshalb zum Schluss noch ein paar kanakische Geschichten. Die ersten beiden geben das Lebensgefühl mancher junger Leute wieder. Es folgen noch zwei Märchen auf Kanakisch.

Isch geh Schule, wie isch Bock hab!

Hier, Alder, isch geh Schule, wie isch Bock hab, weisstu! Hab isch gekriegt aktunvierssisch blauem Briefem ,
aber scheiss mir egal , isch schwör! Meinem Lehrern kennt misch gar net, ohn scheiss. Aber scheiss mir egal,
weisstu, wenn isch Bock hab geh isch Schule. Aber isch net Bock, Alder! Kumpeln von misch gehen manchmal
Schule dem Pennern . Wenn isch Bock hab, weisstu, ruf isch an dem Handy, Alder! Bleib isch immer Sitzem,
aber muss isch net arbeiten, weisstu wie isch mein? Weisstu, Handy is korreckt . Puff auch, Alder. Abern
Schulen is scheissn! Ohn Scheiss, isch schwör dir !

Isch gehPuff, wie isch Bock hab!

A: Hier Alder, was gehtn ab?Alles klar oder was?
B: Normal, Alder!
A: Was los Alder, warst du gestern Disco oder was?
B: Normal, Alder, war isch gestern Club96.
A: Alder bist du dumm oder was? Dem is Puff, net Disco.
B: Was net Disco? Dem is ultrakrasse Tekknomusik, isch schwör dich! Dem Puff geh isch schon lang net mehr.
A: Warum gehst du net mehr Puff, Alder? Dem Mandy vermisst dich, isch schwör. Dem hat schon gefragt nach dir, ohn Scheiss.
B: Alder, hab neue korreckte Tuss, Alder. Zwei Wochen treu, Alder, ich schwör!
A: Un, fickssu oder was?
B: Normal, Alder, hab isch geile Tuss, Alder. Un du? Wixtu oder was?
A: Alder, bin isch schwul oder was? Isch hab schon mehr Tussen gefickt als du gewixt hast. Alder, bevor isch wix, geh isch   
  
Puff!
B: Hast du neue Tuss, Alder?
A: Nee, hab isch net. Vorngestern in Disco alles voll die Fotzen, isch schwör.
B: Warum, Alder?
A: Weisstu bin isch Disco gefahren mit krassen Benz, weisstu meine krassem Benz.
B: Un?
A: Dem Tussen haben geredet mit sich ubern krassem Benz von misch.
B: Un, ham disch angemacht, oder was?
A: Dem haben gesagt, dem Benz is scheissn, weil hat krasse Spoiler. Und andere Typen hat gelacht, hat gesagt isch tu breit
    fahren und schmal denken oder so. Isch versteh dem net, aber scheiss mir egal, Alder, isch schwör!
B: Alder, dem hat gar keinem Ahnung von Auto, weisstu?
A: Isch weiss, Alder. Benz is krasse Auto, weisstu. Ferrarikiller, isch schwör dir! Abern dem Spast hat dem geglaubt, Alder.
B: Wieso?
A: Hab isch gesagt, kriegt auf Fresse, wenn der dem net so findet.
B: Korreckt, Alder!
A: Normal, Alder! Aber geh isch lieber Puff, isch schwör!
B: Normal, Alder! Geh isch mit, war isch krasse 2 Wochen obernkrass treu, aber isch bin Mann, Alder. Geh isch Puff wie isch
   Bock hab.
A: Alder, treu sein is krass schwul, isch schwör dir!
B: Isch weiss Alder, mein dummen Fotzen kann mich mal. Isch geh Puff!
A: Morgen 20 Uhrn?
B: Alles klar, Alder!
A: OK, Ciao.
B: Ciao, Alder!


Kanakisch heute: Hänsel und Gretel

Murat und Aische gehen dursch Wald, auf Suche nach korrekte Feuerholz.
Aische fragt Murat: "Hast Du Kettensäge, Murat?"
Murat: "Normal! Hab isch in meine Tasche, oder was!?"
Auf der Suche nach korrekte Baum, verirren sie sisch krass in de Wald.
Murat: "Ey scheissse, oder was!? Hast du konkrete Plan, wo wir sind, oder was!?"
Aische: "Ne scheissse, aber isch riesche Dönerbude!"
Murat: "Ja faaaatt!"
Aische: "Normal, da vorn an den Ecke!"

So fanden schliesslich dursch Aisches korrekte siebte Döner-Such-Sinn den Dönerbude. Sie probierten von jede Döner.
Plotzlich kamm voll den krasse Frau und fragt: "Was geht, warum beisst ihr in meine Haus?"

Als Strafe sperrte den Hexe Murat in krass stabilen Käfig.
Zu Aische sagte sie: "Du Frau, du kochen für misch! und verkaufen die Döner an den Theke."
Murat wurde gemastet bis korrekt fett fur Essen.
Doch ein Tag hatte Aische einen fixe Idee. Sie fragte:
"Wie geht den mit den Dönerbrotofen?"
Hexe: “Was geht? Bist du scheissse im Kopf , oder was?”
Aische: “Normal, isch hab kein Plan, zeigen mal, wie geht!”
Hexe: “Machen das! Komm her und mach den Augen auf!”
Aische: “Korrreckt!”

Dem Hexe bückte sisch, um den Dönerofen anzuschmeissen. In den Augenblick Aische kickte mit korrekten Kick-Box-Kick
in die fette Arsch.
Dem Hexe sagte: “AAAhh, scheissse, was geht? Isch fall direkt in die Scheisendreckofen. Oder was! Aah isch hab krasse
Schmerzen!”

Aische freute sisch und sagte:
“Korrekt, den Alte ist konkret tot!”
Murat: “Ey, Aische, krasse Idee! Hol misch aus die scheisss Kafig, Alde!”
Aische: “Normal, oder was!?”

Kanakisch heute: Schneewittchen

Es war ma ein krass geile alte Tuss, dem hatte Stiefkind. Dem alte Tuss hat immern in sein Spiegeln geguckt un den angelabert: "Spiegeln, Spiegeln an scheissndreck Wand, wem is dem geilste Tuss in Land?" "Du selbern, isch schwör!" hat dem Spiegeln gesagt. Un weil dem Speigeln geschwört hat, hat dem dem geglaubt. Abern an eim Tag hat dem scheissndreck Spiegeln gesagt, dass dem Stieftochthern geilern is. Dem alte Tuss hat eim Typ angelabert un hat gesagt: "Fahr mit dem Arschnloch-Balg in Wald un stesch dem ab, Alder!" Dem Typ hat dem net gemacht, sondern hat dem Balg nur aus Auto geschmeisst. Dann is dem Balg losgelatscht un hat eim susse Haus gesehn un is rein un hat da gepennt. An abend sin dem siebn krasse Swerge gekommen, wo dem Haus gehört un ham gesagt: "Geil, Alder, was fur oberngeile Tuss, kuck ma wie geil dem aussieht." Dem hat am nächstem Morgen dem Tuss gesagt, dass dem da bleiben kann, weil dem obernkrass geil aussieht! Dann sin auf Arbeit gefahrt. Da kam alte Tuss an Haus vorbei un hat dem Balg einem krass genmanipulierte Apfeln gegeben. Dem hat dem gegessen un is tot umgefallt, isch schwör! Als dem Swergen von Arbeit gekommen sin, ham die dem Balg in 3ern Cabrio geschmeisst un sin Klinik gefahrt. Weil dem Swergen geheizt sin wie Arschlöchern, is dem Balg krass schlecht geworden un hat korreckt auf Ledersitze gekotzt, Alder! Un isch schwör, dem hat wieder gelebt.

Quelle: Aus dem Sprachführer "Kanakisch - Deutsch" (Eichborn-Verlag)

Weitere kanakische Märchen   hier >>>
Weitere Texte zu "Kanakisch" hier >>>

Hier noch eine kleine Vokabelliste (nicht nur kanakisch):

Alda, Alder
gebräuchliche Anrede
am Start sein etwas Neues, Trendiges haben
angepisst sein verärgert sein
auf Nass sein schnorren
auf Pumpe sein Junkie sein, Heroin spritzen
auf sure (sprich: schur) mit Sicherheit, auf jeden Fall
(den) Ball flach halten
sich nicht aufspielen; sich mäßigen
Bazongklamotten geschmacklose Mode
Brett sehr guter Popsong
chillen (sprich: tschillen): entspannen
Club-Hopping von Disco zu Disco ziehen
da geht der Groove (sprich: gruuw) ab da ist was los
das ist fett; Steigerung: voll fett
das ist toll, stark, sehr gut
der Laden ist gepackt die Disco ist brechend voll
dissen
diskriminieren; ärgern, mobben, Streit haben mit
down low (sprich: daun lo) deprimiert sein
einen Rap (sprich: repp) bringen ununterbrochen reden
einen Schuh machen abhauen
gefaked; Fake (sprich: fejk) falsch, unecht; Fälschung
für lau (= auf duty) umsonst
Gas geben loslegen, eine Sache anpacken
geh bei Grün bleib entspannt
glatt gekämmt sein sehr heruntergekommen
getunter Typ Angeber, Aufschneider
grottenschlecht voll daneben
Hacker abwertend für Aufreißer
hart extrem
hypertonisch gigantisch
ich bin total weggebeamt ich träume gerade
ich mach' auf Platte ich bin arbeitslos
in der Zone sein nicht bei der Sache sein
isch schwör
(am Satzende zur Verstärkung der Aussage)
jemand ist in your face (sprich: joar fäß) jemand hat es auf dich abgesehen
jemand ist real jemand ist ehrlich
jokig (sprich: djschokig) lustig
kannst du in die Tonne treten vergiß es
Kiezbotten Cowboystiefel
knattern Sex haben
Koteletts ans Ohr quatschen jemandem hartnäckig zureden
korre(c)kt; voll korrekt
gut, in Ordnung
krass sehr gut, toll, super
Lappen (=Umbertos) Jungen
den Abpfiff machen gehen
laß uns den Lift nehmen mit dem Auto fahren
locker mal ab: spiel dich nicht so auf, bleib cool
Looser (sprich: Luser): Niete
mach mal 'nen Turn (sprich: törn): hau ab
macht mal einen Kreis: hört zu
Mantalette: Blondine
megamäßig abgespaced (sprich: abgespäßt): mehr als verrückt
Mucke
Musik
Muckomat
Radio
Nullchecke: dumme Frau
null Peilung haben
nichts verstehen
obern korreckt
ausgezeichnet, Spitze, hervorragend
ohn scheiß
ungelogen; wirklich wahr
Oliba: Typ mit Oberlippenbart
on the run (sprich: on se ran) in Eile sein
out of time (sprich: aut off teim) nicht mehr in Mode
peilen
verstehen
pervers
extrem
pogen wild tanzen, andere dabei anrempeln
Poser Angeber
raffen
verstehen
Ratte
der Freund, der etwas gut gemacht hat
rumtrashen (sprich: rumträschen) ordentlich Party machen
Sackgeld Kleingeld
scenic einem Trend voraus sein
Schlongi/Monk dämlicher Typ
snaken (sprich: snäken) sich anstellen
straight shooter (sprich: sträjt schuter) ein direkter, ehrlicher Mensch
Stuff (sprich: staff) Kleidung; Zeug;
stylish (sprich: steilisch) schön
Taxalette Taxi
Touchdown (tatschdaun) Griff ins Klo; Fehlschlag
Tuss(i)
die junge Frau, Freundin
unterirdisch niveaulos
Umbertas/Ponys Mädchen
verchecken
verkaufen
Vokuhila Haarschnitt vorne kurz, hinten lang
volltexten
 auf jemanden einreden
yummy (sprich: jammie) lecker
Zappelbude Disco
zugetackert       
mit vielen Piercings 

Was geht ab?    Wie geht's?
Isch hol mein Brudhern Jetzt pass mal auf!
Mein Handy is krassern wie deim Mein Mobiltelefon ist teurer als deines!

    Quelle: http://www.bruhaha.de/jugendsprache.html