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-----> Ausschnitte
aus meiner Pressemappe
von damals
--->Das Programm der Essener Songtage
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Alle,
die im September 1968 bei
den Essener
Songtagen dabei waren, durften eine Aneinanderreihung von
musikalischen
Höhepunkten erleben,
wie sie in diesem Ausmaß, in dieser Qualität und mit dieser sozialen Sprengkraft nie wieder auf deutschem Boden stattgefunden hat. Und dennoch ist dieses einzigartige Ereignis kaum dokumentiert worden - weder 1968 noch später. Jetzt aber ist d a s Buch erschienen: "Zappa, Zoff und Zwischentöne. Die Essener Songtage 1968." Klartext-Verlag Essen. Es kann ab sofort bestellt werden. Erst spät - Ende 2009 - hat die Stadt Essen selbst sich an dieses bedeutende Ereignis erinnert und es auf ihrer Internet-Präsenz gewürdigt --> mehr Rezensionen
im WDR 3 am 6.3., 12:05 ( "Gutenbergs
Welt") ; am 23.6. im Deutschlandfunk . >>> mehr solche Bühnen der Präsenz, der Wahrnehmbarkeit und auch des Anstoßes im doppelten Wortsinn geschaffen hat, die eine nationale und internationale Ausstrahlung in der Jugendgeschichte hatten. Das war zum einen die frühe Serie der ROCKPALAST-Nächte, beginnend am 24./25. Juli 1977. Erinnert sei allein an den Auftritt von THE WHO oder - unglaublich - GRATEFUL DEAD. Ein zweites Ereignis fand im Jahr 1968 statt. Es waren die Kabarett-Tage und in ihrer Folge die Essener SONGTAGE. Sie waren unglaublich, umwerfend, unüberbietbar! Allein die Veranstaltungsdauer von fünf Tagen (25. bis 29. Sept. 1968) war überwältigend. 1Alle maßgeblichen Vertreter von Protest-, Folk-, Rock- und Popmusik mit Übergängen zur Neuen Musik waren in Essen anwesend. Was kann dieser Rückblick zurück für die Gegenwart und das Projekt 2010 bedeuten? 1. 2010 bietet die Chance, den hier gezeigten Maßstab zu übernehmen. Das könnte bedeuten, mit höchstem qualitativem Anspruch sowohl die theoretische Weiterentwicklung der Genres, ihre Ausdifferenzierung in Rock, Pop, Jazz, Techno und Hip-Hop der Reflektion (natürlich auch Seminare!) zuzuführen, aber auch extrem anspruchvolle Events mit wirklichen Größen der Genres zu organisieren. Die Songtage 1968 beweisen, dass alle kommen, wenn man es richtig anfasst und nicht nur oberflächliche Interessen verfolgt. _____________________________________________ 1 Vgl. die ausgezeichnete Darstellung von Detlev Mahnert/Harry Stürmer: Zappa, Zoff und Zwischentöne. Die Essener Songtage 1968, Essen (Klartext) 2008 und Wilfried Breyvogel/Anja Seifert: Jugendkulturen und Tanz in Essen zwischen Kriegsende und den 1970er Jahren, in: Oliver Scheytt/Patricia Stöckmann/Michael Zimmermann (Hg.): Tanz-Lese. Eine Geschichte des Tanzes in Essen, Essen (Klartext) 2000, S. 192 - 209 aus: Denkanstöße. 2007.2008 - Impulse und Perspektiven für die Essener Kulturlandschaft. Hsg. vom Essener Kulturbeirat «Detlev Mahnert und Harry
Stürmer haben das Unikat “Essener Songtage” in einem “Zappa, Zoff
und Zwischentöne” betitelten Buch dokumentiert. Und dieses Buch
ist einfach “ein Hammer” …» <http://www.ruhrtal-cruising.de> Mahnert
und Stürmer haben ein ungemein
spannendes und anschaulich
geschriebenes Buch vorgelegt, das nicht nur die Ereignisse der
Songtage
selbst, sondern auch das ganze Geschehen rundherum detailliert
schildert. Es macht deutlich, wie „subversiv“ so ein Festival zu jener
Zeit war...
"Ein längst
überfälliges Werk über ein bis dahin
sträflich
vernachlässigtes Ereignis der jüngeren deutschen
Geschichte... (Es sollte) Pflichtlektüre
im Schulunterricht sein" Die WAZ brachte am 27.05. ein Interview mit mir über das Buch. >>>hier
Ein
hochinteressantes Buch erinnert an die legendären Essener
Songtage
von 1968... Das Buch von
Detlev Mahnert und Harry Stürmer bietet einen interessanten
Einstieg in die Geschichte der Internationalen Essener Songtage.
Die
Autoren werden ihrem Anspruch, dieses Festival aus
erinnerungsgeschichtlicher Perspektive zu betrachten, durchaus
gerecht. "Habe mich gleich verschmökert in der
tollen Lektüre! Das Buch ist wirklich hervorragend gelungen und
ich fühle mich wie mit einem Beamer in die Jugend
zurückversetzt. Jetzt noch die passende Musik dazu - und der
Samstag ist gelaufen..." "...Erinnerung
an ein Festival, bei dem
mancher Besucher und Kritiker mit offenem Mund vor einer der
vielen Bühnen stand und staunend zur Kenntnis nahm, welche
künstlerische Entwicklung die Popmusik eingeschlagen hatte...." Die
Kulturzeitschrift K-West hat im Mai 2008 einen
Artikel von mir zu den Songtagen veröffentlicht. |
Woodstock auf Deutsch - Essener Songtage neu
aufgelegt Die ersten Essener Songtage im September 1968 gelten neben den berühmten Festivals in Monterey und Woodstock in den Jahren '67 und '69 als das europäische Musik-Ereignis. Damals traten der legendäre „Progressive Rocker“ Frank Zappa mit seiner Band „Mothers of Invention“, die „FUGS“, Franz Josef Degenhardt, Hanns Dieter Hüsch und viele andere vor 40.000 Zuschauern auf. Nach 35 Jahren, im September 2003, gab es ein neues kleines Festival in Essen - mit aktuellen Bands, denn die Veranstalter wollten keine Nostalgieveranstaltung. WestART erinnert an das Original. mehr... |
Die internationalen Essener Songtage
1968
Von Lutz Neitzert
gesendet am 02.06.08
22.30 Uhr in "Dschungelmusik"
Moderation: Steffen
Wurzel
| Im September 1968 - fast ein Jahr vor Woodstock - fand in Deutschland das erste große Rockfestival statt. Die Internationalen Essener Songtage brachten 40.000 Hippies, 200 Musiker und reichlich Spektakel in die Ruhrgebietsmetropole. Stilistisch spannte sich dabei der Bogen vom Folksong über den Krautrock bis zum Freejazz und von Schnuckenack Reinhardt über Insterburg & Co bis zu Frank Zappa. Doch sollte es weit mehr sein als nur eine Musikveranstaltung. Im Jahr '68 nutzte die außerparlamentarische Opposition natürlich auch diese Bühne für politische Diskussionen, Demonstrationen und Provokationen. |
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Die Situation um 1969/70 ---> http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~kschulte/christo/essays/music/musik69.htm |
Es gab schon einige Versuche, die
Erinnerung an das Festival nicht gänzlich in den
Kellergewölben der Geschichte verrotten zu lassen:
Im Jahr 2003, also 35 Jahre danach und
10
Jahre
nach der ersten "sentimentalen
Gedenkveranstaltung"
1993 in der Essener Zeche Carl,
fand, ausgehend
von einer Idee von
Jochen Düngfelder (Essen)
und der
galerie koch + unthan * rellinghauser str.
155*45128 essen
eine
Veranstaltung in Essen in den Räumen des KUKUK (Kunst- und
Kulturklub der AWO Essen) statt, die sich rückblickend
und ausblickend mit dem
spektakulären
Essener Kulturereignis
und dem zeitgeschichtlichen Hintergrund befasste,
letzten Endes
aber doch nicht
mehr als ein kleines Nostalgie-Fest für ein paar Eingeweihte war:
Es war angesichts leerer
öffentlicher wie
privater Kassen einfach nicht möglich, Sponsoren aufzutreiben -
wohl auch, weil 1968 zu lange
vorbei ist...
Ein bisschen etwas zur Konzeption der
Songtage
1968 kann man aus dem Beitrag von
Mit-Veranstalter
Tom
Schröder
im "Song-Magazin IEST 68" erfahren sowie aus den grundsätzlichen
Überlegungen der
Festival-Macher Rolf-Ulrich
Kaiser und Martin
Degenhardt
"Im
Unterschied zu Monterey Pop [Monterey International Pop Festival
1967]
waren die Songtage nicht
primär
als Pop Festival konzipiert; vielmehr ging es dem Organisationsteam
darum,
neben Pop auch
Chanson,
Folklore,
politische Lieder, aber auch Kabarett und
Mixed-Media-Veranstaltungen
als kulturelle
Formen
einer engagierten
und sozialen Realität der Bundesrepublik
zu
präsentieren.
Die
Heterogenität und Bandbreite der auf den Songtagen
präsentierten
musikalischen und künstlerischen
Beiträge
einerseits, die theoretische und ideologische Überfrachtung des
Festivals
andererseits, machten
die
Songtage in der Tat zu einem einmaligen Erlebnis deutscher Popgeschichte."
(Uwe Husslein,
Tief
im Westen...", Emons-Verlag 1999 musik.komm./ Köln)
| Die Stunde
Null. Drängende, kaum swingende Spielweise. Metallische, in
mystische Tiefe hinabreichende Sounds. Eine eigenartige Synthese aus
progressivem Rock, elektronischer E-Musik und Jazz...
>>>mehr |
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![]() ![]() rolf-ulrich kaiser henryk broder martin degenhardt ![]() |
Hanns-Dieter Hüsch,
Franz-Josef
Degenhardt, die City Preachers, Julie
Driscoll & The Brian Auger Trinity,
Tim Buckley, Fugs,
Floh
de Cologne, Hannes Wader,
Julie Felix, Frank
Zappa And The Mothers of Invention,
Amon
Düül, Tangerine Dream,
Rick Abao waren einige der Interpreten, Ulrich Roski gewann den Nachwuchs-
Wettbewerb
und förderte damit seine Karriere
entscheidend.
"Berühmt
wurde
Rolf-Ulrich
Kaiser als Katalysator und Ideengeber für die IEST, die als
erste
und
größte
Manifestation des kontinental-europäischen Underground der 60-er
Jahre
Geschichte machte."
(Quelle s.o.)
"Ein
gigantisches Projekt für einen Einsteiger (R.-U. Kaiser) mit
Absolutheits-Anspruch.
Hier war ein
Hansdampf
in allen Gassen am Werk, ein André Heller der 60er Jahre,
ein
Macher, kein Poet, beses-
sen
von einer Idee..."
(Wolfgang
Layer, "...eine musikalische Gratwanderung", Buchverlag Schwinn
1986)
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