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Ich über mich | Olympia 1972 |
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Texte |
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| Rolf - Ulrich Kaiser, junger Song-Tage-Boß,
der den Hostessen keine Hoffnungen aufs große Geschäft machen konnte, ist vom Ergebnis der Auswahl in natura begeistert: „Unsere guten Song-Geister sind ja noch hübscher, als es die Bilder vermuten ließen.“ Denn bei der Auswahl zählten nicht Miß- Maße, Oberweite, Beinlänge und Sexy-Lächeln, ausschlaggebend waren Porträtfotos und Bewerbungsschreiben, aus denen Sicherheit und - gute Sprachkenntnisse abzulesen waren, und nun sind die 3 Auserwählten obendrein noch hübsch. Die Hostessen dieses jugendlichen Musikfestivals sind so etwas wie ein Stück Visitenkarte von Essen. Denn: dreiviertel der 200 auftretenden Künstler kommen aus dem Ausland, die wenigsten von ihnen sprechen Deutsch. Die Hostessen sollen sich ihrer in Essen annehmen damit die sich bei uns nicht so ausgesetzt fühlen“, sagte Kaiser. Wenn die Saite reißt... Aber die jungen Damen sind keineswegs etwa die weibliche Begleitung von Stars. Sie sind ihre Verbindungsleute in unserer Stadt. Sie holen die „Mother“ aus USA oder Bob Davenport aus England vom Flughafen ab, zeigen den Künstlern aus Israel, der Tschechoslowakei und Polen wo sie |
wohnen, wie sie fahren
müssen, sie müssen dafür sorgen, daß sie ihren Auftritt
nicht verschwitzen. Bei einem Festival mit 43 Programmpunkten in fünf
Tagen ein ganz schöner Brocken.
Und auch das gehört zur Aufgabe der Song-Schönen:
Wenn Jimmy Natürlich hatten sich des Kaisers schöne Damen
schön gemacht für die erste Besprechung. Sie kamen in bunten
Kleidern, einige in Miniröcken, schick wie sonst wohl auch immer.
Nur eine trug ein Persianerjäckchen. Beim Festival wird sie‘s wohl
ablegen müssen.
WAZ 21.9.68
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